Wann Sie einen Familienfotografen am Strand in Pattaya brauchen

Ein Familienshooting am Strand sieht nach einer leichten Aufgabe aus. Offenes Meer, goldene Stunde, Kinder am Wasser. In der Praxis ist es ein dichtes Geflecht aus Hitze, Sand, Müdigkeit und der schwer vorhersehbaren Laune aller Beteiligten. Zwanzig Minuten bleiben, bis das ältere Kind ein Eis verlangt, dreißig, bis das jüngere zu quengeln anfängt. Das perfekte Bild entsteht zwischen diesen beiden Marken, und der Fotograf muss es zustande bringen können.

Die meisten öffentlich einsehbaren Familienportfolios in Pattaya sind unter denselben Bedingungen entstanden: 7:00–8:30 Uhr morgens oder 17:00–18:30 Uhr abends, sauberer Strand ohne Touristen, Kinder zwischen vier und zehn Jahren, ruhige Eltern. Das ist das bequemste Zeitfenster, und es funktioniert. Das Problem ist nur, dass echte Familienaufträge selten hineinfallen. Häufiger muss zwischen Frühstück und Mittagessen fotografiert werden, zwischen Pool und Abendessen oder in den vierzig freien Minuten vor der Fahrt zum Flughafen. Und unter diesen Bedingungen wird der Unterschied zwischen einem starken und einem schwachen Fotografen sofort sichtbar.

Was ein Familienshooting auf die Probe stellt

Kinder. Der Plan hängt direkt vom Alter ab. Ein Kind unter drei hält es an einem Ort nicht länger als fünfzehn Minuten aus. Fünf- bis Siebenjährige halten dreißig bis vierzig Minuten durch, mit einer Pause. Ein Teenager schafft eine Stunde, braucht aber einen Fotografen, der ihn bei der Sache hält. Sagt ein Fotograf ein „einstündiges Familienshooting“ mit Kleinkind ohne Vorbehalt zu, ist das kein gutes Zeichen. Ein erfahrener Fotograf schlägt von sich aus vor, zu kürzen oder die Hälfte in den Schatten zu verlegen.

Die Gruppe. Eltern mit einem Kind fotografiert man anders als eine vierköpfige Familie. Bei drei Personen im Bild lässt sich mit Drehungen, Abständen und Momenten zu zweit arbeiten. Bei fünf ist es schon eine kompositorische Aufgabe: alle zu sehen, niemand verdeckt, die Gesichter im selben Licht, kein Blick an der Kamera vorbei. Viele Strandfotografen kommen mit einem Paar gut zurecht, bekommen eine Gruppe aber nicht in den Griff. Im Portfolio sieht man das sofort: Die Familienbilder sind überwiegend „Mama-Papa-Kind“, und Shootings mit Großeltern oder mit zwei, drei Kindern lassen sich an einer Hand abzählen.

Sand und Wasser. Das ist keine Kulisse, das sind die Arbeitsbedingungen. Nasser Sand reflektiert das Licht von unten und lässt Gesichter flach wirken. Trockener Sand kriecht unter die Kleidung und in die Haare. Die Wellen verändern alle fünf Sekunden die Posen. Ein Kind, das eben noch trocken war, rennt eine Minute später mit nasser Hose herum. Ein starker Fotograf baut das in die Szene ein: Aus dem nassen Hosensaum wird ein lebendiges Bild und kein Makel. Ein schwacher versucht, das alles in der Nachbearbeitung zu entfernen.

Pralle Sonne. Familienbilder zur Mittagszeit sind in Pattaya ein Genre für sich. Am Strand ist es besonders schwierig: Sand und Wasser wirken wie zwei zusätzliche Reflektoren. Kinder werden dabei doppelt so schnell müde wie Erwachsene. Gibt es im Portfolio tagsüber aufgenommene Familienbilder, auf denen die Augen der Kinder normal aussehen und die Gesichter entspannt sind, weiß der Fotograf, was er tut. Sind alle Familienbilder nur morgens oder abends entstanden, dann ist das ein Filter, mit dem Fotografen selbst das Schwierige aussortieren.

Tempo. Ein Familienshooting besteht nicht aus Posieren. Gestellte „Familienporträts“, auf denen alle frontal in die Kamera lächeln, funktionieren nur, wenn die Kinder in Stimmung sind, und das kommt selten vor. Gute Familienbilder sind halbdokumentarisch: Die Kinder spielen, die Eltern schauen zu, der echte Moment wird eingefangen. Dafür muss der Fotograf anders arbeiten, mit kurzen Serien, schneller Reaktion und möglichst wenigen Anweisungen. An einem einzelnen Bild sieht man das nicht, an einer Serie sofort.

Worauf Sie in Familienportfolios achten sollten

Kinder in ungestellten Situationen. Beim Spielen, beim Rennen, im Gespräch mit Mutter oder Vater, von irgendetwas abgelenkt. Zeigt das Portfolio nur gestellte „Familienporträts“ – alle stehen, alle schauen in die Kamera, alle lächeln –, dann ist das ein Format, das in zehn Prozent der Fälle funktioniert. Die übrigen neunzig Prozent wirken verkrampft.

Mehrere Kinder im Bild. Ein Kind zu fotografieren ist leichter als zwei oder drei. Zeigt das Portfolio nur Familien mit einem Kind, ist nicht belegt, dass der Fotograf mit einer Gruppe arbeiten kann.

Eine breite Altersspanne. In einem starken Familienportfolio finden sich Dreijährige ebenso wie Zehnjährige und Teenager. Jedes Alter braucht sein eigenes Tempo. Sind nur die „bequemen“ Fünf- bis Achtjährigen zu sehen, ist der Fotograf auf folgsame Kinder spezialisiert und steht mit einem Baby oder einem Teenager womöglich ratlos da.

Bilder nur von den Eltern. Bei einem Familienshooting braucht es oft zwei, drei Bilder des Paares ohne Kinder, als Erinnerung für die Eltern. Sind im Portfolio von den Familien nur Gruppenbilder zu sehen und keine Momente zu zweit, dann lässt der Fotograf diesen Teil aus.

Strandbilder bei Tag. Nicht bei Sonnenuntergang. Fehlen sie, geht der Fotograf schwierigen Bedingungen aus dem Weg, und wenn Sie ein Shooting am Tag anfragen, ist er stark eingeschränkt.

Was Sie vor dem Shooting besprechen sollten

Zuerst das Alter der Kinder. Dann das Temperament: Lässt sich ein Kind nicht gern fotografieren, sagen Sie das besser vorher. Die Tageszeit: Schlägt der Fotograf die goldene Stunde vor und Ihnen passt das nicht, fragen Sie nach einer Alternative, statt einer ungünstigen Zeit stillschweigend zuzustimmen. Die Dauer: Eine Stunde mit zwei Kindern unter fünf ist selten sinnvoll, dreißig bis vierzig Minuten bringen mehr. Die Location: am Hotelstrand oder an einem eigens ausgesuchten Ort; was Licht und Leute angeht, ist der Unterschied groß.

Die Kleidung ist ein Thema für sich. Weiße Stoffe funktionieren am Strand mittags schlecht und bei Sonnenuntergang gut. Kräftige Farben am Wasser ziehen die Aufmerksamkeit von den Gesichtern ab. Zur Farbabstimmung in der Familie: Fünf gleiche weiße Hemden wirken gestellt, bunt zusammengewürfelte Kleidung wirkt chaotisch. Stimmen Sie lieber eine Palette ab (drei, vier nah verwandte Töne), statt alle gleich anzuziehen. Ein guter Fotograf gibt solche Hinweise manchmal von sich aus, wenn Sie vorab mit ihm schreiben.

Bleibt die Frage, ob nasse Füße und Sand in Ordnung sind. Wollen die Eltern nicht, dass die Kleidung schmutzig wird, beschränkt sich das Shooting auf Bilder im Sitzen, ohne Wasser. Das funktioniert, ist aber langweiliger. Sind sie einverstanden, bekommt der Fotograf freie Hand. Auch darüber sollten Sie sprechen.

Wo Sie suchen sollten

Es hat keinen Sinn, einen Familienfotografen aus London oder New York mit einem Fotografen vor Ort zu vergleichen. Wer hier lebt, kennt Jomtien, kennt Wong Amat, kennt Naklua und weiß, wo der Strand morgens leer ist und wo es nach vier voll wird. Er weiß, dass man im Süden von Jomtien samstags ab fünf kein Bild ohne Statisten bekommt. Solche Kleinigkeiten entscheiden über ein Shooting, und man erarbeitet sie sich über Jahre.

Von den öffentlichen Fotografenprofilen in Pattaya ist etwa ein Drittel eindeutig auf Familien- und Paarshootings spezialisiert, etwa ein Viertel macht überwiegend Hochzeiten, der Rest ist gemischt, mit einer Tendenz zu Urlaubsshootings. Das sind unterschiedliche Arbeitsweisen und unterschiedliche Erfahrungen. Ein Hochzeitsfotograf kann eine Familie ordentlich fotografieren, aber seine Stärke ist das selten. Wer vor allem Urlaubsshootings macht, kann gute, lebendige Bilder liefern, kommt aber mit einer großen Gruppe manchmal nicht zurecht. Ein reiner Familienfotograf ist für eine Familie mit Kindern meist die beste Wahl – nur gibt es unter den öffentlichen Profilen weniger davon, als die Selbstdarstellungen vermuten lassen.

Was das Portfolio nicht zeigt

Die Geduld mit einem Kind, das sich nicht fotografieren lassen will. Die Fähigkeit, das Shooting umzustellen, wenn der Plan platzt. Die Lieferzeit der fertigen Bilder (für Familienerinnerungen oft wichtig). Den Umgang mit Änderungswünschen. All das zeigt sich erst im Austausch vor dem Shooting und beim Treffen selbst. Aus den Nachrichten lässt sich einiges herauslesen: ob und wie genau der Fotograf nach Alter, Tempo und Einschränkungen fragt. Fragt er nach, hat er Erfahrung. Schickt er nur die Preisliste, betreibt er Fotografie als Dienstleistung, ohne Verständnis für die Situation.

Familienshootings in Pattaya sind kein schwieriges Genre, aber eines, das Sorgfalt im Detail verlangt. Die meisten Bilder in der fertigen Galerie wirken nicht deshalb lebendig, weil das Licht schön war, sondern weil der Fotograf rechtzeitig den Moment zwischen der Müdigkeit des einen Kindes und der Quengelei des anderen erwischt hat. Das ist Können, kein Glück.